„Und immer wenn es Zeit wär zu gehen
Verpass ich den Moment und bleibe stehen
Das Herz sagt bleib, der Kopf schreit geh
Herz über Kopf“

Ein Lied von Joris, ein Ohrwurm. Zurzeit ständig im Radio.
Selbst so ein Songtext kann zu mehr Bewusstheit führen. Jedenfalls war´s bei mir so.
Ein plötzliches Erkennen des…

Wer kennt das nicht selbst und hat nicht schon
in einer als anstrengend oder unangenehm empfundenen Situation oder Beziehung gesteckt.
Und dann klickt sich die Gedankenmaschine in immer die gleichen Gedankenmuster ein:
„Es wäre eigentlich Zeit zu gehen.
Ich sollte / müsste gehen.
Bis zum Xten geh ich hier.
Ich schaffe es einfach nicht zu gehen.“
Oder in der Nachbetrachtung: „Ich hätte schon viel eher gehen sollen / müssen.“

Und das alles nur, weil so ein einfältiger Gedanke denkt,
er oder ich wüsste, wann es Zeit ist zu gehen:
Und er redet es mir (oder uns) natürlich dann ein,
wenn man gerade nicht geht, sondern gerade bleibt.
Also das Leben hält einen da, wo der Körper ist
und der Verstand glaubt, dass man gehen sollte.
Oh ja, der Verstand kreiert schon schöne Luftschlösser – viel heiße Luft.
Viel Tamtam um nichts.
Der Verstand beschäftigt sich mit seinen Kreationen, tagelang, wochenlang, jahrelang.
Vernebelt das, was ist. Alles unwahr.
Auch ein ganzer Schlagertext macht´s nicht wahrer.

Wenn es wirklich Zeit ist zu gehen, dann denkt man nicht, sondern geht.
Einfach so – ohne Tamtam.

Wie viel ruhiger, entspannter, klarer,
dem Verstand nicht mehr aufzusitzen
und ja zu dem zu sagen, was ist bzw. geschieht:
Bleiben oder Gehen, wie es das Leben will, um im Beispiel zu bleiben.
Weiß ich wirklich, warum mein Körper da ist, wo er ist?
Ach, Gründe kann EGO- Verstand viele finden, einer so unwahr wie der andere;
und er versucht es immer wieder –
bis er keine Chance mehr hat, im System Klein- Gudrun- Ich zu landen.
Dann sucht er sich halt ein anderes Empfänger- Ich aus, wo die Wellenlänge stimmt.